Allgemeine InfosBiologische Wertigkeit: Biologische Wertigkeit BW beschreibt, wie gut ein durch Nahrung aufgenommenes Protein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Je größer die Ähnlichkeit zwischen dem Protein und dem menschlichen Eiweiß, umso größer ist die biologische Wertigkeit. Die Angabe erfolgt durch eine einfache Zahl. Je höher die Zahl, um so besser ist die biologische Wertigkeit.
Zusätzliches: Bei einfachen Proteinen lässt sich keine sehr hohe BW erzielen. Die höchste biologische Wertigkeit erreichen immer noch Kombinationen aus pflanzlichem und tierischem Eiweiß.
Der Körper kann nicht jedes Protein gleichgut verarbeiten. Dies bedeutet, dass aus einer identischen Menge an gegessenem Protein (zweier verschiedener Proteine) eine unterschiedliche Menge Protein im Körper wird. Der Grad der Verwertbarkeit wird als biologische Wertigkeit gemessen. Die biologische Wertigkeit gibt in Prozent an, wieviel Körperprotein aus einem Gramm Nahrungsprotein werden kann. So bedeutet eine biologische Wertigkeit von 100, daß aus einem Gramm Nahrungsprotein ein Gramm Körperprotein entstehen kann. Die biologische Wertigkeit ist daher auch für Bodybuilder wichtig, da sie viel über die Qualität eines Proteinkonzentrates aussagt. Wenn verschiedene Eiweiße miteinander kombiniert werden, kann die Wertigkeit oft noch gesteigert werden. Aus diesem Grunde sind Multi-Konzentrate meistens eine sehr gute Wahl für Bodybuilder. Für den Masseaufbau ist darüber hinaus Whey Protein zu empfehlen. BCAAs:
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lebensmittel | L-Isoleucin Anteil* |
| Rindfleisch, roh | 4,5 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 5,3 % |
| Lachs, roh | 4,7 % |
| Hühnerei | 5,3 % |
| Kuhmilch | 6,0 % |
| Walnüsse | 4,1 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 3,7 % |
| Reis, ungeschält | 4,2 % |
| Erbsen, getrocknet | 4,1 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
Fördert die Proteinsynthese in den Muskeln und in der Leber und behindert den Abbau wichtiger Muskel-Proteine. L-Leucin spielt eine wichtige Rolle bei der Freisetzung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Ein Defezit der Aminosäure L-Leucin kann sich als Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerkbar machen. L-Leucin gehört zur Gruppe der BCAAs. Beispiel L-Leucin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Leucin Anteil* |
| Rindfleisch, roh | 8,0 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 7,5 % |
| Lachs, roh | 7,9 % |
| Hühnerei | 8,6 % |
| Kuhmilch | 9,8 % |
| Walnüsse | 7,7 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 6,8 % |
| Reis, ungeschält | 8,3 % |
| Erbsen, getrocknet | 7,2 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
L-Lysin verstärkt die Wirkung von Arginin (regt unter anderem den Fettstoffwechsel an und fördert das Körperwachstum). L-Lysin kommt größtenteils in Fleisch vor und ist wichtig für die Kollagenbildung in Blutgefäßen, Knochen, Haut und Zähnen. L-Lysin dient dem Körper als Basis für die Synthese von L-Carnitin, unterstützt also somit auch den Fettsäuretransport. Durch Lysin kann ausserdem die Speicherung von Calcium im Körper verstärkt werden. Beispiel L-Lysin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Lysin Anteil* |
| Rindfleisch, roh | 8,5 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 8,5 % |
| Lachs, roh | 9,2 % |
| Hühnerei | 7,3 % |
| Kuhmilch | 7,9 % |
| Walnüsse | 2,8 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 2,8 % |
| Reis, ungeschält | 3,8 % |
| Erbsen, getrocknet | 7,2 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
Hilft bei der Reneration von Leber- und Nierengewebe und unterstützt den Abbau von überflüssigem Fett in der Leber und im Blut. Der Körper hat besonders nach einem intensiven Training einen erhöhten L-Methionin Bedarf. Ausserdem erhöht L-Methionin die körpereigene Produktion von L-Lecithin. Beispiel L-Methionin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Methionin Anteil* |
| Rindfleisch, roh | 2,6 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 2,6 % |
| Lachs, roh | 3,1 % |
| Hühnerei | 3,0 % |
| Kuhmilch | 2,5 % |
| Walnüsse | 1,5 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 1,5 % |
| Reis, ungeschält | 2,3 % |
| Erbsen, getrocknet | 1,0 % |
| Sojabohnen, getrocknet | 1,5 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
Wird für die Bildung von Proteinen, wie z.B. Insulin (Einfluss auf Fettstoffwechsel, Aminosäurestoffwechsel und Kaliumhaushalt), Melatonin (steuert den Tag-Nacht-Rhythmus), Papain (Eiweißspaltende Wirkung) und von Hormonen wie z.B. Dopamin (im Volksmund "Glückshormon"), Adrenalin (Stresshormon), Noradrenalin (wirkt anregend auf das Herz-Kreislaufsystem) und Thyrosin benötigt. L-Phenylalanin trägt auch zum Stoffwechselumsatz bei der Nahrungsaufnahme bei. Beispiel L-Phenylalanin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Phenylalanin Anteil* |
| Schweinefleisch, roh | 4,2 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 4,0 % |
| Lachs, roh | 4,1 % |
| Hühnerei | 5,4 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 4,8 % |
| Kürbiskerne | 5,7 % |
| Walnüsse | 4,7 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 4,7 % |
| Mais-Vollkornmehl | 4,9 % |
| Reis, ungeschält | 5,2 % |
| Sojabohnen, getrocknet | 5,8 % |
| Erbsen, getrocknet | 4,6 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
L-Threonin unterstützt das Immunsystem (Wichtige Rolle bei der Produktion von Antikörpern (Immunglobulin)). L-Threonin ist auch wichtig für das Wachstum der Knochen. Damit L-Threonin vom Körper genutzt werden kann, muss dieser ausreichend mit Magnesium und mit Vitamin B3 und B6 versorgt sein. L-Threonin sollte maßvoll zugeführt werden, da es auch zur Bildung von Harnsäure führt. Beispiel L-Threonin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Threonin Anteil* |
| Rindfleisch, roh | 4,0 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 4,2 % |
| Lachs, roh | 4,2 % |
| Hühnerei | 4,4 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 4,5 % |
| Walnüsse | 3,9 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 2,9 % |
| Mais-Vollkornmehl | 3,8 % |
| Reis, ungeschält | 3,7 % |
| Erbsen, getrocknet | 3,6 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
L-Tryptophan ist mit an der Ausschüttung von Wachstumshormonen beteiligt. L-Trpytophan ist darüber hinaus auch an der Produktion des Nervenbotenstoffes Serotonin beteiligt, welcher die Stimmungslage, den Appetit, das Schmerzempfinden und den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Auch wichtig ist L-Tryptophan für die Bildung des Haut-Pigments Melatonin und Vitamin B3. Beispiel L-Tryptophan-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Tryptophan Anteil* |
| Schweinefleisch, roh | 1,1 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 1,3 % |
| Lachs, roh | 1,0 % |
| Hühnerei | 1,3 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 1,4 % |
| Cashew-Kerne | 1,6 % |
| Walnüsse | 1,1 % |
| Haferflocken | 1,4 % |
| Mais-Vollkornmehl | 0,7 % |
| Reis, ungeschält | 1,3 % |
| Erbsen, getrocknet | 1,1 % |
| Kakaopulver, ungesüßt | 1,5 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
Wird vom Körper als Baustein zur Proteinbiosynthese benötigt und dient somit der Ernährung des Muskels. L-Valin spielt vor allem eine Rolle bei längeren Anstrengungen oder Hungerphasen. Der L-Valin Tagesbedarf wird für gesunde Erwachsene von 10 bis 29 mg Valin pro KG Körpergewicht geschätzt. Beispiel L-Valin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Valin Anteil* |
| Rindfleisch, roh | 5,0 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 5,0 % |
| Lachs, roh | 5,4 % |
| Hühnerei | 6,8 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 6,7 % |
| Walnüsse | 4,9 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 4,5 % |
| Mais-Vollkornmehl | 5,1 % |
| Reis, ungeschält | 5,9 % |
| Erbsen, getrocknet | 4,7 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
Semi-Essentielle Aminosäuren: Bedingt essentielle (lebenswichtige) oder auch "Konditionell essentielle" Aminosäuren, die der Körper nur unter bestimmten Bedingungen oder hohen Leistungen benötigt (z.B. Lebensalter, Wachstumsphase, Stress..). Die Semi essentielle Aminosäuren sind L-Arginin, L-Histidin, L-Cystein, L-Glycin und L-Tyrosin.
- L-Tyrosin
L-Tyrosin ensteht aus der essentiellen Aminosäure Phenylalanin. Es spielt eine Rolle bei der Bildung von Dopamin (im Volksmund "Glückshormon"), Adrenalin (Stresshormon) und Noradrenalin (wirkt anregend auf das Herz-Kreislaufsystem). Für die Bildung von Melatonin (Zuständig für den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers) und dem Ubichinon-10 (veraltet: "Coenzym Q10") wird ebenfalls Tyrosin benötigt. Beispiel L-Tyrosin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt: - L-Arginin
Die Aminosäure L-Arginin die wichtigste Vorstufe von Stickstoffmonoxid. Neben der Freisetzung von Wachstumshormonen und Insulin regt L-Arginin den Fettstoffwechsel an und fördert das Körperwachstum. L-Arginin wird im Leberstoffwechsel für die Harnstoffbildung und den Ammoniakabbau benötigt und stärkt durch eine Unterstützende Wirkung bei der Produktion von Abwehrzellen, die Immunabwehr. Aufgrund der gefäßerweiternden Funktion findet Arginin im Bodybuilding als sogenanntes "Pump-Supplement" Anwendung ohne daß diese biologische Wirkung bewiesen ist. L-Arginin ist für Kinder essentiell und sollte durch eine normale und abwechslungsreiche Ernährung aufgenommen werden. Besonders in Stresssituationen und in der Wachstumsphase (beispielsweise bei starkem Muskelaufbau) hat der Körper einen erhöhten L-Arginin Bedarf. Der tägliche L-Arginin Bedarf ist mit dem empfohlenen Proteinbedarf (Körpergewicht x 0,8 - bei Nicht-Sportlern) ausreichend gedeckt. Beispiel L-Arginin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt: - L-Histidin
Der Name Histidin leitet sich vom Griechischem ab und bedeutet "Gewebe". L-Histidin erfüllt eine wichtige Aufgabe als Blutpuffer im Hämoglobin (eisenhaltige, sauerstofftransportierende Proteine, die in den roten Blutkörperchen vorkommen). Hämoglobin spielt eine Schlüsselfunktion bei allergischen und entzündlichen Erkrankungen. Beispiel L-Histidin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt: - L-Cystein
Die Aminosäure L-Cystein hilft bei der Entgiftung des Körpers von Schwermetallen und ist an der Bildung von Insulin (Einfluss auf Fettstoffwechsel, Aminosäurestoffwechsel und Kaliumhaushalt) beteiligt. L-Cystein ist für die Haut- und Haarbildung unentbehrlich. Ein Mangel an L-Cystein kann den Eiweißaufbau und damit auch die Wundheilung beeinträchtigen. Cystein ist wichtig für die Immunabwehr und soll (wissenschaftlich nicht erwiesen!) den Muskelaufbau beschleunigen. Beispiel L-Cystein-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt: - L-Glycin
Der Name Glycin (auch Glyzin genannt) leitet sich aus dem Griechischem ab (auf deutsch: süß). Der Körper stellt L-Glycin selbst her. Es ist ein wichtiger Bestandteil nahezu aller Proteine und ein wichtiger Knotenpunkt im Stoffwechsel. L-Glycin dient als Stickstofflieferant bei der Synthese (Verbindung) nichtessentieller Aminosäuren. Glycin ist gut für ein gesundes Wachstum und dient beispielsweise der Biosynthese von Häm (Sauerstoff-Bindung im Blut) und Kreatin (Energiespeicher im Muskel). L-Glycin kommt im Körper in hoher Konzentration im Kollagen (Bindegewebseiweiß) vor. Beispiel L-Glycin-Vorkommen in Lebensmitteln mit hohem Proteingehalt:
| Lebensmittel | L-Tyrosin Anteil* |
| Schweinefleisch, roh | 3,8 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 3,6 % |
| Lachs, roh | 3,7 % |
| Hühnerei | 4,0 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 4,8 % |
| Kürbiskerne | 3,6 % |
| Walnüsse | 2,7 % |
| Weizenmehl | 3,0 % |
| Mais-Vollkornmehl | 4,1 % |
| Reis, ungeschält | 3,8 % |
| Sojabohnen, getrocknet | 4,2 % |
| Erbsen, getrocknet | 2,9 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
| Lebensmittel | L-Arginin Anteil* |
| Schweinefleisch, roh | 6,7 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 6,8 % |
| Lachs, roh | 6,0 % |
| Hühnerei | 6,5 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 3,6 % |
| Pinienkerne | 17,6 % |
| Kürbiskerne | 17,7 % |
| Walnüsse | 15 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 4,7 % |
| Mais-Vollkornmehl | 5,0 % |
| Reis, ungeschält | 7,6 % |
| Buchweizenkörner | 7,4 % |
| Erbsen, getrocknet | 8,9 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
| Lebensmittel | L-Histidin Anteil* |
| Rindfleisch, roh | 3,2 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 3,7 % |
| Lachs, roh | 2,7 % |
| Hühnerei | 2,4 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 2,7 % |
| Walnüsse | 2,6 % |
| Weizenkeime, getrocknet | 2,8 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 2,3 % |
| Mais-Vollkornmehl | 3,0 % |
| Reis, ungeschält | 2,5 % |
| Sojabohnen, getrocknet | 3,0 % |
| Erbsen, getrocknet | 2,4 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
| Lebensmittel | L-Cystein Anteil* |
| Schweinefleisch, roh | 1,2 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 1,0 % |
| Lachs, roh | 1,1 % |
| Hühnerei | 2,2 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 0,9 % |
| Sonnenblumenkerne | 2,2 % |
| Walnüsse | 1,4 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 2,3 % |
| Mais-Vollkornmehl | 1,8 % |
| Reis, ungeschält | 1,2 % |
| Sojabohnen, getrocknet | 1,8 % |
| Erbsen, getrocknet | 1,5 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
| Lebensmittel | L-Glycin Anteil* |
| Schweinefleisch, roh | 4,5 % |
| Hähnchenbrustfilet, roh | 4,4 % |
| Lachs, roh | 4,7 % |
| Gelantinepulver, ungesüßt | 22,3 % |
| Hühnerei | 3,4 % |
| Kuhmilch, 3,7% Fett | 2,1 % |
| Walnüsse | 5,4 % |
| Kürbiskerne | 6,1 % |
| Weizen-Vollkornmehl | 4,0 % |
| Mais-Vollkornmehl | 4,1 % |
| Reis, ungeschält | 4,9 % |
| Sojabohnen, getrocknet | 5,2 % |
| Erbsen, getrocknet | 4,4 % |
den Eiweiß-Anteil des jeweiligen Lebensmittel |
|
Nicht-essentielle Aminosäuren: Aminosäuren, die der Körper benötigt, und auch selbst herstellen kann. Zu den Nicht-essentiellen Aminosäuren gehören L-Alanin, L-Arginin (möglicherweise ebenfalls als semi-essentielle Aminosäure einstufbar), L-Asparagin, L-Asparaginsäure (Aspartat), L-Glutamin, L-Glutaminsäure (Glutamat), L-Prolin und L-Serin.
- L-Glutamin
Mit 60% hat L-Glutamin die höchste Konzentration in den Muskelzellen. Im Körper wird Glutamin durch die Aminosäuren Valin und Isoleucin selbst hergestellt. Bei starker körperlicher Belastung benötigt der Körper mehr Glutamin als er selbst produzieren kann. L-Glutamin unterstützt das Muskelwachstum, indem es Stickstoff für die Proteinbiosynthese liefert. L-Glutamin wirkt katabolen Prozessen entgegen (muskelabbauender Prozess) und sorgt für eine Wassereinlagerung in den Zellen. So fördert L-Glutamin die Protein und Glykogenbildung. Eine Einnahme mit Milch oder Milchprodukte verschlechtert die Aufnahme von L-Glutamin, weshalb bei Proteinshakes die Einnahme mit Wasser sinnvoll ist. Lebensmittel mit L-Glutamin Anteil: - Quark (sehr hoher L-Glutamin Anteil)
- Milch (geringer L-Glutamin Anteil)
- Joghurt (geringer L-Glutamin Anteil)
- Rohes und geräuchertes Fleisch
- Soja
- Weizen
- L-Alanin
L-Alanin spielt eine wichtige Rolle bei Stoffwechselprozessen zwischen Muskulatur und Leber. Im Körper wird diese nicht essentielle Aminosäure aus Milchsäure und Ammonium-Ionen produziert. L-Alanin kann bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels helfen. Lebensmittel mit L-Alanin Anteil:- Fleisch
- Reis
- Mais
- Soja
- L-Asparagin
Der Name der Aminosäure L-Asparagin stammt ursprünglich vom Spargel (Asparagus), in dem L-Aspargin ursprünglich entdeckt wurde. Aspargin kann der Körper in der Leber selbst herstellen und wird im Körper zu Ammoniak umgebaut und wirkt harntreibend. Es kann so zum Abbau von Alkohol beitragen. Nahrung, die neben L-Asparagin auch reduzierende Zucker (z.B. Traubenzucker) enthalten, kann bei erhöhten Temperaturen und geringem Wassergehalt (krebserregendes) Acrylamid entstehen. L-Asparagin wird zugesagt, dass es den Widerstand zur Ermüdung - besonders auch im Training - erhöht. L-Aspargin Vorkommen:- Spargel
- Leguminosen-Keimlinge
- L-Asparaginsäure
In der Biochemie wird statt L-Asparaginsäure häufig die Bezeichnung L-Aspartat verwendet. Unterschied zwischen L-Asparagin und L-Asparaginsäure: Bei L-Aspartat handelt es sich um die konjugierte Base der Asparaginsäure. L-Asparginsäure Vorkommen:- Spargel
- Leguminosen-Keimlinge
- L-Glutaminsäure
L-Glutaminsäure entsteht im Körper, wenn Glutamin abgebaut wird. Glutaminsäure ist ein wichtiger Transmitterstoff für die Kommunikation zwischen den einzelnen Gehirnzellen. Wenn L-Glutamin zu L-Glutaminsäure abgebaut wird, entsteht für die Zelle nutzbare Energie. Die Salze der Glutaminsäure werden häufig als Lebensmittelzusatzstoffe, sogenannte Geschmacksverstärker (E621, E622, E623, E624 und E625) vorallem in der asiatischen Küche eingesetzt. - L-Prolin
Der Körper benötigt L-Prolin für die Bildung von Kollagen - also dem Protein in Bindegewebe und Knochen. L-Prolin wird im Körper aus der Aminosäure Glutaminsäure gebildet (synthetisiert) und gehört daher zu den essentiellen Aminosäuren. Prolin ist im Körper wichtig für Gelenke, Sehen und eine normale Funktion und Regeneration des Herzmuskels. L-Prolin ist hauptsächlich in Fleisch, Milchprodukten und Eiern enthalten. - L-Serin
L-Serin wird zum Aufbau von Cholin (früher als "Vitamin B4 bezeichnet"), Acetylcholin (einer der wichtigsten Neurotransmitter), Cystein (hilft bei der Entgiftung des Körpers) und Trpytophan (ist an der Ausschüttung von Wachstumshormonen beteiligt) benötigt. L-Serin ist Teil viele Enzyme, ein Mangel an dieser Aminosäure kann zu Abgeschlagenheit führen.
MACA:
Maca ist eine, schon von den Inka verwendete, Nutzpflanze aus der Gattung der Kressen. Sie gehört der Familie der Kreuzblütengewächse an. Diese Pflanze findet sich nur in den großen Höhen der peruanischen Anden, wo sie seit ungefähr 2000 Jahren angebaut wird. Die Macapflanze ist in ihrer natürlichen Umgebung den extremen klimatischen Bedingung der Hochgebirge ausgesetzt, weshalb sie eine große Widerstandskraft aufweist.
Aussehen Die etwa 20 cm hohe Pflanze besitzt eine Hauptwurzel und weitere Knollenwurzeln. Während der oberirdische Teil der Pflanze als Gemüse verzehrt werden kann, können die Wurzelknollen entweder sofort und frisch, oder getrocknet und beispielsweise als Pulver eingenommen werden.
Anbau Maca wurde ursprünglich in einem Gebiet rund um den Junin-See angebaut (peruanische Anden). Dies geschah auf einer Höhe von 4000 bis 4500 m. Etwa in den 90er Jahren begann man Maca wieder in größerem Umfang anzubauen. Allerdings immer noch im ursprünglichen Anbaugebiet.
Nutzen Schon in der peruanischen Kräutermedizin wurde Maca als Immunstimulanz und gegen Wechseljahresbeschwerden angewendet.
Heutzutage findet die Macapflanze aufgrund ihrer Reichhaltigkeit an Nährstoffen (Eiweiß, Zink, Magnesium, Kalzium, Kohlenhydrate, Phosphor, Zucker, Stärkestoffe, viele wichtige Mineralien und beinahe alle Vitamine) vor allem in der alternativen Medizin, aber auch im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel Anwendung.
Maca werden viele positive Effekte auf die psychische Belastbarkeit und die körperliche Leistungsfähigkeit zugeschrieben.
Nachweisbarkeit Viele nachgesagte Effekte sind derzeit nur teilweise belegt. Das könnte daran liegen, dass im Gegensatz zu den Anden-Bewohnern, die viele Teile der Pflanze aßen und essen, in Nahrungsergänzungsmitteln fast ausschließlich das getrocknete Knollen-Pulver Verwendung findet.
Aktuelle wissenschaftliche Studien können aber auch belegen, dass Maca die sexuelle Leistungsfähigkeit steigern kann. So zeigte beispielsweise eine Studie chinesischer Wissenschaftler, dass Mäuse, denen Maca-Extrakt verabreicht wurde, in drei Stunden zu 46 – 67 Orgasmen fähig waren. Die Kontrollgruppe hingegen, der kein Maca-Extrakt verabreicht wurde, schaffte es nur auf durchschnittlich 16 Orgasmen.
Wirkstoffe Die Macawurzel enthält unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe. Diese sind hauptsächlich Senfölglykoside (Glucotropaeolin). Aber es konnten auch Imidazol-Alkaloide (Lepidilin), acyclische polyungesättigte Fettsäuren (Macaene), benzylierte Amide (Macamide) und Steroide (β-Sitosterol) nachgewiesen werden.
Die Wirkung der Macapflanze zeigt Ähnlichkeiten mit der des Ginsengs.
Quelle: www.wikipedia.de
L-Glutamin
L-Glutamin ist die am häufigsten vorkommende Aminosäure im Körper mit einem Anteil von ungefähr 60% aller freien Aminosäuren. Es ist die einzige Aminosäure, die zwei Atome Stickstoff pro Molekül enthält. Die Tatsache, das Glutamin zwei Atome Stickstoff enthält ist sehr bedeutend da dieser extra Stickstoff in der Lage ist, die erhöhte Synthese des Muskelgewebes zu fördern. Im Wesentlichen ist Glutamin als Stickstofftransporter bekannt der Stickstoff aufnimmt und ihn an bestimmten Plätzen im Körper wo er gebraucht wird wieder freisetzt. Glutamin baut Muskeln auf verschiedene Arten auf. Seine Hauptfunktion ist, die Nukleinsäure und die Proteinsynthese zu erhöhen indem es einen hydratisierten Zustand innerhalb der Zelle erzeugt. Wenn die Zellen hydratisiert sind nimmt die Proteinsynthese zu und dieser Hydratitionsmechanismus hat auch den Effekt, den Abbau des Proteins zu verhindern. Wenn der Glutaminspiegel in den Zellen hoch ist, hat das auch einen direkten Einfluss auf den Eintritt von anderen Aminosäuren und von Natrium in die Zelle. Wenn in der Zelle ein Überschuss von Natrium herrscht hilft es diesen geschwollenen hydratisierten Zustand aufrecht zu erhalten und es verhindert auch den Abbau von Glykogen (gespeicherter Zucker) und des hart erarbeiteten Muskelgewebes. Nicht einmal verzweigt verkettete Aminosäuren (BCAA) wirken so gut wie Glutamin wenn sie alleine eingenommen werden um Muskelgewebe zu vergrößern und einen Abbau von Muskeln zu verhindern.
Glutamin kann das Immunsystem und die Produktion von Antioxidantien verbessern.
Studien haben gezeigt, dass die Versorgung mit Glutamin vor dem Training den Spiegel von Plasma Bikarbonat erheblicht verbessern kann. Die Erhöhung der alkalischen Reserven des Körpers hebt die Leistungsfähigkeit und die Fähigkeit des Körpers zu wachsen. Der Glutaminstatus im Körper ist für viele Dinge wichtig, da ein niedriger Glutaminspiegel zusammenhängen kann mit Übersäuerung und Mineralverlust des Körpers wozu auch Kalzium, Magnesium, Natrium und Kalium zählen.
. Wenn der Körper unter Stress steht werden enorme Mengen von katabolen Hormonen ausgestoßen die das System überfluten und es veranlassen de Kampf aufzunehmen, egal ob der Stress physischer oder mentaler Natur ist. Wenn der Stress einsetzt, zwingt der Ausstoß der katabolen Hormone die Muskeln Glutamin abzubauen und freizusetzen. Diese Freisetzung von Glutamin hilft den pH-Wert des Körpers zu stabilisieren und versorgt andere Systeme im Körper die Glutamin als Kraftstoffquelle und für das Wachstum benötigen. Glutamin als Ergänzung eingenommen kann verhindern, dass der Körper das gespeicherte Glutamin im hart erarbeiteten Muskelgewebe angreift.
Magnesium, das vielseitige Mineral!
Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral. Der Körper braucht dieses Element, damit die Stoffwechselvorgänge im Körper geregelt ablaufen können und der Organismus dadurch funktionsfähig bleibt. Eine sehr wichtige Rolle spielt Magnesium beispielsweise beim Aufbau von Eiweißen und bei der Muskelbewegung. Wie wichtig Magnesium für den Menschen ist, läßt sich daran erkennen, daß die Körperzellen des Menschen ungefähr 25 g Magnesium enthalten.
Wann kommt es zu einem Magnesiummangel?
Magnesiummangel kann auf einer falschen, unausgewogenen Ernährung beruhen oder auf Situationen, in denen der Körper einen erhöhten Bedarf an Magnesium hat:
- Ernährung:
Da Magnesium täglich mit der Nahrung zugeführt werden muß, deckt eine ausgewogene Ernährung normalerweise den täglichen Bedarf. Bei Erwachsenen sollte die tägliche Aufnahme zwischen 250 mg und 500 mg liegen, das sind 10 bis 20 mmol. Üblicher weise werden drei Viertel dieser Menge über die Nahrung aufgenommen und ein Viertel über das Trinkwasser. Durch die heutigen Ernährungsgewohnheiten wird meist zu wenig Magnesium aufgenommen. Dies führt häufig zu einem Magnesiummangel. Nahrungsmittel wie Kakao, Nüsse, Vollkornbrot, Fisch, Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Milch sind besonders magnesiumhaltig und können einen Mangel wieder ausgleichen bzw. einem Mangel vorbeugen.
- Erhöhter Bedarf an Magnesium:
Während der Schwangerschaft ist der Bedarf an Magnesium erhöht auf 450 bis 1000 mg pro Tag, da das heranwachsende Kind für den Aufbau seiner Organe, für die Knochenbildung und für die Entwicklung des zentralen Nervensystems Magnesium benötigt. Auch in der Stillzeit ist der Bedarf erhöht.
Frauen in den Wechseljahren und Diabetiker scheiden vermehrt Magnesium aus und sollten dies durch zusätzliche Magnesiumgaben wieder ausgleichen.
Bei älteren Menschen kommt es durch eine Veränderung der Stoffwechselvorgänge zu einem höheren Verbrauch an Magnesium. Streß und schwere körperliche Arbeit, auch Leistungssport führen zu einem erhöhten Bedarf an Magnesium.
Wie wirkt sich ein Magnesiummangel aus und wie kann er behoben werden?
Magnesiummangel kann eine Rolle spielen bei:
- Muskelkrämpfen (Wadenkrämpfen)
- niedrigem Blutdruck
- Herzrhythmusstörungen
- Durchblutungsstörungen
- Migräne, Schwindel, Depressionen
- Magen-Darm-Krämpfen
Bei einem Magnesiummangel kann eine zusätzliche Aufnahme von Magnesium notwendig sein. Magnesium kann auch zur Vorbeugung von Mangelzuständen eingenommen werden. Bei einer Nierenfunktionsstörung sollte eine Einnahme mit der(m)Ärztin/Arzt abgeklärt werden. Magnesium kann zu einer Stuhlerweichung führen.
Die Symptome eines Magnesium-Mangels sind wegen der Schlüsselfunktion, die Magnesium im Organismus einnimmt, vielfältig. Sie können so gravierend sein, dass eine ärztliche Behandlung notwendig wird.
Wie viel Magnesium sollten wir täglich aufnehmen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt:
Männer Frauen Schwangerschaft Stillzeit
Alter 15-19 400 mg 350 mg 350 mg 390 mg
Alter 19-25 400 mg 310 mg 310 mg 390 mg
Alter 25+ 350 mg 300 mg 310 mg 390 mg
| Zeige 1 bis 1 (von insgesamt 1 Artikeln) | Seiten: 1 |
| Zeige 1 bis 1 (von insgesamt 1 Artikeln) | Seiten: 1 |


