Magnesium - Definition und Vorkommen Magnesium ist mengenmäßig das viertwichtigste Nährelement des Menschen mit einem Körperbestand von 24-28 g. Etwa die Hälfte des Magnesiums ist im Skelett gespeichert, 27% finden sich in der Muskulatur und nur 0,5% im Plasma. Die Konzentration von Magnesium ist in der Körperzelle wesentlich höher als extrazellulär. In der Zelle ist Magnesium u.a. an ATP (Adenosintriphosphat = Unmittelbar verfügbare Energie in jeder Zelle) gebunden und ist ein wichtiger Aktivator nahezu aller Enzyme des Energiestoffwechsels.
In welchen Lebensmitteln ist Magnesium enthalten?
Die erforderliche Tagesdosis von ca. 300mg wird in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornbrot, Nüssen, Gemüse (Blattspinat, Kohlrabi), Obst (Bananen, Beeren), Fleisch und Milchprodukten erreicht.
Funktionen von Magnesium
Magnesium wirkt extrazellulär als Calciumantagonist, indem es Calciumionen kompetitiv von Bindungsstelle und Rezeptoren verdrängt (z.B. an der motorischen Endplatte). Es hemmt die Freisetzung von Noradrenalin und Adrenalin und dient somit der Stressverminderung. Durch die Zusammenwirkung mit Phospholipiden trägt Magnesium zur Stabilisierung biologischer Zellmembranen bei und senkt die Membranfluidität.
Magnesium aktiviert mehr als 300 Enzyme und moduliert Funktionen von Ionenpumpen. Es ist auch für die Synthese von Proteinen und Nucleinsäuren erforderlich. Durch seine entspannende Wirkung auf die glatte Gefäßmuskulatur löst Magnesium Verkrampfungen der Herzkranzgefäße und senkt den Blutdruck. Die Reduktion des Calcium-Einstroms am Herzen und der Catecholamin-Ausschüttung senkt die Belastung des Herzens bei Angina pectoris und Herzinfarkten.
Magnesiummangel
Magnesium-Mangel tritt auf durch unzureichende Zufuhr oder durch hohe Verluste mit dem Schweiß (Leistungssport) oder über die Nieren (akutes Nierenversagen, Einnahme von Medikamenten). Ein Magnesiummangel verursacht Kaliumverluste im Körperzellen-Zwischenraum und führt zu einer Überladung der Zellen mit Natrium und Calcium. Magnesium senkt den Sauerstoffverbrauch im Herzen und beugt Herzrhythmusstörungen vor. Viele, jedoch häufig sehr unspezifische Symtome können auf einen Magnesiummangel hinweisen:
Ergänzend zur Ernährung wird eine tägliche Zufuhr von maximal 250 mg Magnesium empfohlen.
Die ergänzende Aufnahme von Magnesium kann sich ernährungsphysiologisch positiv auswirken:
• Magnesium trägt zum Elektrolytausgleich bei.
• Magnesium trägt zu einem normalen Energie-Stoffwechsel bei
• Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion einschließlich des Herzmuskels bei.
• Magnesium trägt zur Reizweiterleitung/ normalen Nervenfunktion bei.
• Magnesium trägt zur Zellteilung bei.
• Magnesium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Knochens bei.
• Magnesium trägt zur Aufrechterhaltung der Zähne bei.
• Magnesium trägt zur normalen Proteinsynthese bei.
Descussion Paper on the setting of maximum and minimum amounts for vitamins and minerals in foodstuffs, European Commission Directorate E - Safety of the food chain, June 2006